WAKI – Fragen und Antworten

 

Können die Kinder nach dem Besuch eines Waldkindergartens in der Schule stillsitzen?

Die Kinder sind durch das reichhaltige Bewegungsangebot im Wald ausgeglichener, dadurch entwickelt sich eine hohe Bereitschaft sich zu konzentrieren. Die innere und äußere Ruhe im Wald stärkt die Wahrnehmungs- und Konzentrationsfähigkeit der Kinder enorm. Im Wald als realem Lebensraum können die Kinder zum Beispiel interessiert und ausdauernd einen Käfer beobachten, den Ameisen bei der Arbeit zusehen oder sich lange mit einem Werkstück beschäftigen.

 

Sind die Kinder aus Wald-Kinder-Gruppen für die Schule vorbereitet?

Der Erwerb von Basiskompetenzen erleichtert den Kindern das Lernen in der Schule (Gorges 1999).  Dazu gehören: Differenzierte Wahrnehmungsfähigkeit, psychomotorische Kompetenz, Neugier, Lernbereitschaft, Aufgabenverständnis, Orientierung an Regeln, Fähigkeit zur Kommunikation und zum angemessenen Umgang mit Konflikten.
Diese Kompetenzen werden im Wald ideal gefördert!

Außerdem sind weder Filzstifte noch Buntstifte aus dem Wald verbannt, es wird fleißig gezeichnet und gebastelt und die Vorschulkinder erarbeiten als zusätzliche Vorbereitung im letzten Kindergartenjahr eine Mappe mit Vorschulblättern.


Wie erlernen die Kinder Schneiden und Kleben?

Schere, Leim, Wolle, Bast… gehören bei uns in die Werkzeugkiste. Die Kinder schneiden Schnüre und Blätter für eine Suppe oder machen einen Scherenschnitt aus einem farbigen Herbstblatt. Collagen aus Naturmaterial werden von den Kindern aufgeklebt.

 

Sind die Kinder oft krank?

Nicht nur die Bewegungskompetenz, auch das Immunsystem wird im Wald an der frischen Luft ausreichend trainiert und es hat sich gezeigt, dass Kinder, die sich oft und ausgiebig im Freien aufhalten, deutlich weniger an viralen Infekten erkranken. Zudem ist die Ausbreitung und Übertragung von Viren in überheizten Räumen eine erwiesenermaßen schnellere.

 

Was machen wir gegen Zecken?

Eine Zeckenschutzimpfung wäre von Vorteil. Lange Kleidung zu tragen ebenfalls (im Wald ist es auch im Sommer angenehm kühl). Die Kinder sollen von den Eltern regelmäßig nach Zecken abgesucht werden. Einem Zeck lässt sich übrigens mit einer ungefährlichen Methode ganz leicht zuleibe rücken: den rundherum abgedeckten (zB. mit einem in Karton geschnittenen Loch) Zeck mit einem Vereisungsspray in Kältestarre versetzen, dadurch kann er seinen Speichel nicht in die Bisswunde absondern, und dann einfach mit einer Pinzette von der Haut „pflücken“.

…und Fuchsbandwurm?

Im Wald dürfen die Kinder keine Beeren und Früchte verzehren. Vor der Jause wäscht sich jedes Kind mit seinem Waschhandschuh.

Und übrigens:

Zecken können auch zuhause im Garten oder auf Spielplätzen lauern und haben wir die Garantie, dass der Fuchs nicht auch über Erdbeer- und Salatbeete läuft?